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Notizen:


Das Wort Autorität kommt vom lateinischen „auctoritas“ Ansehen, Würde, Macht, bzw. vom Verb „augere“ vermehren, fördern bereichern, wachsen

Autorität ist das Ansehen, das eine Person oder Institution hat und das bewirkt, daß sich andere in ihrem Denken und Handeln nach ihnen richten. Sie beruht auf vorausgehender Erfahrung von Macht, Fähigkeiten, Wissensvorsprung oder auf religiösen Überzeugungen.

Wirkliche Autorität ist kein Verhältnis der Machtausübung, sondern der Wertevermittlung, ist nicht Gewalt, sondern Vertrauensmacht. Die Lateiner unterscheiden zwischen auctoritas, die Gewalt ausschließt und potestas (Macht). Die auctoritas bedarf der freien Anerkennung um Autorität zu sein. Gewalt kann sich einseitig durchsetzen und ihr Objekt zerkleinern oder vernichten. Autorität kennt nur Partner. Sie hat Gewalt nicht nötig und verliert sich gerade in dem Maße, in dem sie durch Gewalt ersetzt wird.

Autoritär: zwanghafte Konformität mit den Regeln und Normen einer Gesellschaft, oft verbunden mit Intoleranz gegenüber allem Abweichenden und kritikloser Selbstgerechtigkeit. Der Untertan von Heinrich Mann beschriebt die Funktionen und Wirkungen von autoritärer Erziehung und Autoritätsgläubigkeit, heute unter dem Stichwort „Radfahrer Mentalität“ nach oben buckeln nach unten treten bekannt.

Wesentlich für legitime Macht und Autorität ist die Sozialbindung, die Orientierung an ethischen Werten und Normen. Das Eingebettet sein in vertragliche Abmachungen, z.B. Arbeitsvertrag, Stellenbeschreibung etc.

Autorität hat man immer nicht an sich, sondern sie muß einem von einer anderen Person zugeschrieben werden. Sie ist auf eine Beziehung zwischen Menschen angewiesen.
Man kann sich Autorität auch anmaßen, das funktioniert aber auch nur, wenn der andere „darauf hereinfällt“ . Denken Sie an den „Hauptmann von Köpenick“ zum Beispiel.