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Die richtige Dosis Autorität
Dipl.-Psych. Norbert Gebert
Röntgental
Notizen:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich freue mich, daß ich heute zu diesem Thema zu Ihnen sprechen darf und daß wir heute Nachmittag Zeit haben werden in einer kleinen Arbeitsgruppe darüber uns vertiefend auszutauschen. Ich habe mir dieses Thema nicht ausgesucht, obwohl es mich schon eine Weile begleitet. Aber ich hätte nie gedacht, daß ich als Psychologe, der den größten Teil seiner psychologischen Ausbildung an einem Institut gewesen ist, das als Hochburg der antiautoritären Bewegung gilt, irgenddwann einmal eingeladen werde zum Thema Autorität zu sprechen. Aber vielleicht sind es gerade die Erfahrungen des Wechsels von autoritärer zu antiautoritärer Erziehung und des nächsten Wechsels – der hoffentlich nicht einfach wieder zurückgeht, die dieses Thema interessant machen.
Damit sie meine Ausführungen besser einordnen können, möchte ich mich kurz vorstellen. Ich arbeite seit 1978 in der Aus- und Weiterbildung im Pflegebereich, von Krankenpflegeschülern, Pflegepädagogen, Stations- und Pflegedienstleitungen, hauptsächlich in Berlin, aber auch im norddeutschen Raum.
Mein Denken ist geprägt durch meine Ausbildungen als systemischer Therapeut und Supervisor, außerdem war ich über 10 Jahre als Psychologe in einer Berliner Kinderklinik tätig.
In diesem Haus, hier in Oldenburg, habe ich früher Lehrgänge für Asthmatrainer gehalten, was mein zweites Standbein ist. In den letzten Jahren kamen zu den Fortbildungen und Seminaren für Einrichtungen des Gesundheitswesens auch Beratungs- und Coachingaufträge hinzu.
Vielleicht wollen Sie jetzt auch noch wissen wo der Ort Röntgental liegt. Eigentlich ist es nur eine S-Bahn Haltestelle im Nordosten von Berlin, knapp hinter der Stadtgrenze, aber man kann dort sehr angenehm wohnen.
Die Verunsicherung, welches Maß an Autorität nötig ist im Krankenhausalltag und der Führungskultur ist groß. Wo sind zurecht ethische Grenzen von Macht und Herrschaft im Umgang mit Mitarbeitern?